Titel next, Ausgabe Juni 2006

Juni 2006

Lernen lernen: Hilfe, mein Kopf ist leer

Die Erkenntnis ist bitter, trifft aber jeden irgendwann: Wir müssen unser Leben lang lernen. Hat man endlich die Schule geschafft, geht es am Arbeitsplatz, in der Berufsschule oder im Studium direkt weiter. Auch nach jahrelanger Berufserfahrung fordern neue Arbeitsmethoden und -techniken ständig unsere Lernbereitschaft. Da ist es von Vorteil, wenn man weiß, wie Lernen funktioniert.

Mit einem Minimum an Aufwand das Maximale erreichen: Das wollen alle, die sich durch drögen Prüfungsstoff beißen oder mal eben die Kniffe der neuen Software erkunden. Lernen ja, aber bitte nicht 24 Stunden lang. Schließlich hat man auch noch anderes zu tun. Unsere Tipps werden Ihnen helfen, systematisch und effektiv zu lernen.

Ohne Plan läuft nichts


Die genialen Spontanlerner werden hier herablassend den Kopf schütteln, aber in puncto effektives Lernen führt kein Weg an ihm vorbei: dem Lernplan. Er enthält zum einen die langfristigen Ziele (zum Beispiel: Welche Leistungsnachweise brauche ich für meine Zwischenprüfung, wo bekomme ich die nötigen Informationen her?) und zum anderen die kurzfristigen Teil- und Zwischenziele (Was muss ich alles für die nächste Klassenarbeit können, wer macht in meiner Lerngruppe mit?).

Ein Wochenplan hilft, die Lernschwerpunkte für die einzelnen Tage festzuhalten. Er sollte auf jeden Fall auch Freizeitaktivitäten und sonstige Verpflichtungen enthalten – damit man sich nicht zu viel Lernstoff vornimmt und das Scheitern programmiert ist. Unverzichtbar für ein erfolgreiches Lernen ist der Tagesplan. Damit der gelingt, sollten Sie folgende Tipps beachten:

Berücksichtigen Sie im Tagesverlauf Ihre individuellen Leistungsphasen (nicht jeder kann abends um 23 Uhr noch konzentriert pauken oder ist bereits morgens um sieben aufnahmebereit – außer für Kaffee).

Stecken Sie sich realistische Ziele und nehmen Sie sich nicht zu viel vor. Sonst ist der Frust groß, wenn man schon nach wenigenTagen erkennt, dass man das alles „eh nie schafft“.

Planen Sie genügend Pausen ein. Fünf Stunden am Stück büffeln kannniemand. Alle, die das behaupten, lügen!

Außerdem motiviert die Aussicht auf eine Arbeitspause ungemein. Aber Vorsicht: Gestalten Sie die Pause nicht zu angenehm, sonst haben Sie gar keine Lust mehr, an die Arbeit zurückzukehren.

Optimal ist ein bisschen Bewegung an der frischen Luft. Wer die Pausen für ein kurzes Nickerchen nutzt, tut sich etwas besonders Gutes. Dann verarbeitet das Gehirn ganz in Ruhe das eben Gelernte.

Erfolgreiches Lernen funktioniert so:

Quelle: Werner Metzig, Martin Schuster: Lernen zu lernen.
7. Auflage, Berlin, Heidelberg 2006



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