Titel next, Ausgabe September 2006

September 2006

Neu am Arbeitsplatz: Noch keinen Durchblick?

Wer neu in einen Betrieb kommt, steht vor vielen „Unbekannten“. Da sind die neuen Kollegen, die fremde Umgebung und die ungewohnte Tätigkeit. Besonders für Auszubildende, die den allerersten Schritt ins Berufsleben machen, ist die Umstellung von der Schule zum Job nicht ohne. Um sich schnell zurechtzufinden, braucht ein Neuling vor allem eins: Fakten, Fakten, Fakten.

Sie wurden an Ihrem ersten Arbeitstag von einem aufmerksamen Chef begrüßt – vielleicht sogar mit einem Blumenstrauß? Danach im Betrieb herumgeführt, den Kollegen vorgestellt, konnten Ihren eingerichteten Arbeitsplatz in Besitz nehmen, wurden in Ihre Tätigkeit und in die betrieblichen Gepflogenheiten eingewiesen und fanden alles und alle richtig nett? Glückwunsch! Da hat Ihr neuer Arbeitgeber seine Hausaufgaben gut gemacht und Sie nicht einfach ins kalte Wasser geschubst.

Der erste Tag: Desaster oder Erfolg?


Am ersten Arbeitstag kann aber auch vieles schief gehen. Für beide Seiten natürlich: Wer als Neuer gleich zu spät kommt, aussieht, als hätte er die Nacht durchgemacht und meint, er könne einen auf „cool“ machen, wird beim Chef und den Kollegen keine Sympathiepunkte sammeln. Andererseits können auch die Verantwortlichen im Betrieb vieles falsch machen: Schlecht vorbereitete Vorgesetzte und überforderte, gehetzte Kollegen frustrieren einen Neuling und lassen den Motivationspegel auf null sinken.

Vorbildlich


Viele Unternehmen haben längst begriffen, wie wichtig es ist, ihre Neulinge nicht nur am ersten Tag herzlich zu begrüßen, sondern auch in den folgenden Wochen intensiv zu betreuen. In manchen größeren Unternehmen fahren alle Azubis gleich zu Beginn ihrer Ausbildung zusammen ein paar Tage weg – um sich kennen zu lernen, Teamgeist zu entwickeln und Regeln für die gemeinsame Arbeit zu erarbeiten. Für die Verantwortlichen eines kleineren Handwerksbetriebs ist so etwas kaum machbar. Sie können aber ihren Neuen beispielsweise einen „Paten“ zuteilen – in der Regel ein erfahrener Kollege, der ein offenes Ohr für alle Fragen hat.

Recht auf Unterweisung


Aber egal ob großes Unternehmen oder kleiner Betrieb: Neue Mitarbeiter haben ein Recht darauf, richtig betreut und informiert zu werden. Nur so lernen sie schnell, effektiv und vor allem sicher zu arbeiten. Jeder neue Mitarbeiter, ob Azubi oder erfahrener Berufswechsler, muss – und das steht ihm per Gesetz zu – über Gefährdungen und Schutzmaßnahmen an seinem Arbeitsplatz informiert werden. Und zwar vor der Aufnahme seiner Tätigkeit, am besten noch am ersten Tag. Das Ganze heißt offiziell „Erstunterweisung“. Die ist der Auftakt zu einer Reihe von Anleitungen für sicheres und gesundes Arbeiten, die den Beschäftigten durch sein Arbeitsleben begleiten sollen. Das klappt in größeren Unternehmen, die eine eigene Abteilung für Arbeitssicherheit haben, sicherlich besser als in einem kleineren Betrieb, ist aber auch dort Pflichtprogramm!


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