Jutta Kleinschmidt und ihr Wagen

Jutta Kleinschmidt: Von Beruf Rallyefahrerin

Dakar-Queen liebt Abenteuer

Sie ist eine der erfolgreichsten Rallyepilotinnen. Auf schwierigstem Gelände ist sie zu Hause. Sie fährt durch Wildnis und Wüste, über Sanddünen und Geröll. Für Jutta Kleinschmidt fing alles als Hobby an. Und der Weg zum Erfolg war mindestens so steinig wie manche Piste der „schwersten Rallye der Welt“.

Als Urlauberin hatte die begeisterte Motorradfahrerin die Rallye Paris-Dakar begleitet. Und seitdem kommt sie von Marathonrallyes nicht mehr los.

An Rundstreckenrennen hat Jutta Kleinschmidt wenig Interesse. Sie brauche „diese Portion Abenteuer, wenn man in der Frühe losfährt und nicht weiß, wohin es geht“. Nach mehreren Jahren bei Mitsubishi wechselte sie im vergangenen Jahr zu Volkswagen, um ein neues Team aufzubauen.

Wagen von Jutta Kleinschmidt
Bis zu 70 Grad Hitze herrschen im stickigen Cockpit. Etappen von 500 bis 600 km Länge sind zu bewältigen. „Man muss wirklich überall attackieren, wo es geht“, beschreibt die Rallye- Pilotin voller Begeisterung. Und doch fährt sie so, dass ihr Sicherheitsreserven bleiben: „Wenn ich vor einer Kuppe nichts sehe, dann muss ich so fahren, dass ich dahinter auch noch rechts oder links abbiegen kann.“ Morgens geht es um 8 Uhr los auf die Etappen, „dann kommt man an, schläft und fährt wieder los“, beschreibt Jutta Kleinschmidt die strapaziöse Tour. Was sie dabei ausblendet: Die Etappen sind teilweise fast 600 km lang. Wenn es technische Probleme gibt, sind sie auch schon mal 7 bis 8 Stunden unterwegs. Und am Zielort hat sie jede Menge Pressetermine, muss sich mit Beifahrerin Fabrizia Pons auf die nächste Etappe einstimmen und mit den Mechanikern über technische Probleme sprechen.

Während knapp drei Wochen Dakar-Rallye nimmt Jutta Kleinschmidt mehrere Kilos ab. Eine Rallyepilotin muss körperlich topfit sein. Joggen, Radfahren, Skaten, Krafttraining und Gymnastik machen daher den größten Teil ihres Trainings aus. Dazwischen testet sie immer wieder Material, um mit optimalem Fahrzeug an den Start gehen zu können. Da kommt der Diplomphysikerin ihr Fachwissen zugute.
Dass es in diesem Jahr nach dem Sieg 2001 und dem zweiten Platz im Vorjahr am Ziel in Sharm-el-Sheik nur für Rang 8 reichte, wertet Jutta Kleinschmidt als großen Erfolg. „Das Hauptziel war Ankommen“, verweist sie auf namhafte Konkurrenten, die ausgefallen sind. Der neue VW Tarek hielt der Extrembelastung stand und Kleinschmidt konnte auf vielen Tagesetappen mit den Schnellsten mithalten.
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