Tankuhr

Biodiesel und Co.

Neues Futter für den Motor

Wochenende, Ferienbeginn oder -ende -- und wie jedes Mal sind die Benzinpreise an den Tankstellen kräftig in die Höhe geklettert. Dass Erdöl eine begrenzte Ressource ist, spürt man häufig zuerst im Portemonnaie. Aber auch wegen der Schadstoffbelastung wäre es besser, den Tank mit etwas anderem zu füllen als Benzin oder Diesel. Hier erfährst du, was es für Alternativen gibt.

Fahren mit Akku


Erstmal das Elektroauto. Der Vorteil: Es entstehen absolut keine Schadstoffe. Der Nachteil: Der nötige Strom kommt nach wie vor aus Kohle- oder Atomkraftwerken, und da sieht’s mit den Schadstoffen und vor allem mit deren Entsorgung ganz anders aus...
Damit man mit den Fahrzeugen in Zukunft weiter herumkommt – bisher waren höchstens 200 Kilometer drin – wird momentan mit Lithiumbatterien experimentiert, die zehnmal so viel Strom speichern können wie ein normaler Bleiakku.
Manche Elektroautos haben nicht nur einen Elektromotor, sondern auch noch einen Benzin- oder Dieselmotor. Mit so einem Hybridantrieb hängt es davon ab, wo du gerade fährst, welcher der Motoren arbeitet. Bist du also im Stadtverkehr unterwegs, kommt der Elektromotor zum Zug; durch das häufige Bremsen hat der nämlich die Chance, seine Batterie aufzuladen. Die Autos mit Hybridantrieb gibt es übrigens auch außerhalb von Testlabors: Bereits auf unseren Straßen unterwegs ist zum Beispiel der Toyota Prius.

Alles pflanzlich: Biodiesel


Biodiesel wird aus Rapsöl gewonnen. Eigentlich eine gute Sache, denn Raps wächst schließlich nach. Damit Biodiesel im Tank aber die normalste Sache der Welt wird, braucht man riesige Mengen Raps, die auf riesigen Anbauflächen wachsen würden. Mit allen Nachteilen, die so eine Monokultur eben mit sich bringt: Der Boden wird sauer, Dünger verschmutzt das Grundwasser, das entstehende Lachgas fördert den Treibhauseffekt.
Außerdem ist Biodiesel ziemlich aggressiv. Wenn du ein älteres Auto fährst, solltest du es deshalb lieber vorsorglich umrüsten lassen, bevor Gummi oder Kunststoffteile angefressen werden. Sympathisch mag einigen der Pommes-Duft sein, den ein mit Biodiesel betanktes Auto abgibt.

Groß im Kommen: Erdgas


Eine von Umweltschützern propagierte Alternative: Erdgas. Erdgas ist zwar auch nicht bis in alle Ewigkeit vorhanden, doch bis 2050 auf jeden Fall noch in großen Mengen verfügbar. Außerdem entstehen beim Verbrennen nur wenige Schadstoffe. Erdgasautos kann man heute schon kaufen – noch nicht ganz billig, aber Autohersteller gehen davon aus, dass die Preise sinken werden, wenn sich mehr Leute für diese Fahrzeuge zu interessieren beginnen.

Chemie im Tank: Auto mit Brennstoffzelle


Noch schonender für die Umwelt sind allerdings Fahrzeuge mit Brennstoffzellentechnik, weil sie gar keine zu Ende gehenden Ressourcen in Anspruch nehmen. Das Raffinierte: Der Strom für ihren Elektromotor muss nicht getankt werden. Er entsteht, wenn in der Brennstoffzelle Wasserstoff und Sauerstoff miteinander reagieren. Das einzige Abfallprodukt: Wasserdampf.
Nicht ganz einfach ist es allerdings, an den notwendigen Wasserstoff zu kommen. In Reinform ist der sehr schwer zu speichern und noch dazu explosiv, wenn er mit dem Luftsauerstoff reagiert. Der Trick: Man nimmt Methanol, das viel Wasserstoff enthält. Nur: Methanol lässt sich wiederum am praktischsten aus Erdgas gewinnen. Billiger ist es also eigentlich, Erdgas direkt zu nutzen. Außerdem ist die für eine Brennstoffzelle benötigte Technik noch so unhandlich, dass bisher in einen normalen Wagen nur Fahrer und Beifahrer passen.

Und für den Fall, dass dir die neuen Treibstoffe doch eher suspekt sind, gibt es trotzdem ein paar Tipps, die helfen, umweltschonender von A nach B zu kommen. Die findest du unter www.dvr.de oder du forderst sie direkt an bei folgender Adresse:
Deutscher Verkehrssicherheitsrat
Beueler Bahnhofsplatz 16
53222 Bonn



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Zusatzinfos:


Tankstellen für Erdgas gesucht? Hier ist eine Liste:
www.erdgasfahrzeuge.de.

Und hier das Gleiche für Fahrzeuge, die Biodiesel tanken:
www.biodiesel-page.de.

Auf beiden Webseiten gibts auch noch viele Infos rund um Ergas- und Biodieselfahrzeuge.





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