Straßenbauer

Straßenbauer

Damit der Verkehr rollt

21.12.2006 - Dröhnend schiebt sich die Asphaltfräse vorwärts. Stück für Stück entfernt Frank Kaiser mit der großen Maschine den brüchig gewordenen Fahrbahnbelag. Auf diesem Autobahnabschnitt wird die Fahrbahndecke erneuert – ein Fall für Straßenbauer wie den 24-Jährigen.

Straßenbauer ist ein jahrtausendealter Beruf. Schon die Römer waren berühmt für ihr strategisches Wegenetz, das durch Unterbau und Straßenbelag besonders haltbar und strapazierfähig war. Viele heutige Überlandstraßen folgen noch den Trassen alter Römerstraßen. Damals bauten überwiegend Sklaven die Straßen. Heute ist Straßenbauer ein anerkannter Ausbildungsberuf für Männer und Frauen, wenngleich es in diesem körperlich anstrengenden Beruf nicht viele Frauen gibt.

Drei Jahre dauert die Ausbildung. Hauptschulabschluss, Realschulabschluss oder Abitur sind die Zugangsvoraussetzungen. Wer den Beruf erlernen will, sollte technisches Verständnis und handwerkliche Geschicklichkeit mitbringen. Straßenbauer erstellen alle Arten von so genannten „Verkehrsflächen“: Wege, Plätze, Fußgängerzonen, innerörtliche Straßen und Überlandstraßen bis hin zu Autobahnen.

Ohne Straßenbauer würde im Verkehr gar nichts laufen. Da sie aber auch bestehende Straßen instand setzen müssen und das nicht nur in Nachtarbeit geht, sieht es manchmal so aus, als würden sie den Verkehr behindern. „Im Gegenteil“, stellt Frank Kaiser klar. „Durch das hohe Verkehrsaufkommen nutzen sich gerade die Autobahnen heute schneller ab und müssen häufiger erneuert werden.“ Kein Verständnis hat er für Verkehrsteilnehmer, die sich in Baustellen nicht an die Geschwindigkeitsbegrenzungen halten. „Die wissen gar nicht, was sie da riskieren“, sagt er. Ihm ist zum Glück noch nichts passiert. Aber er hat schon einen Unfall im Baustellenbereich mitbekommen. „Das war kein schöner Anblick“, meint er.

Seine tägliche Arbeit erledigt der Straßenbauer mit intensivem Einsatz von Geräten und Maschinen: Fräsen, Bagger, Lkw, Walzen, um den Untergrund zu verdichten, Asphaltfertiger um den neuen Fahrbahnbelag aufzutragen. Als Hintergrundwissen besitzt er breite fachtheoretische Kenntnisse, z.B. über Materialien für die Fahrbahndecken. Er weiß, welche Sicherheitsvorschriften z.B. beim Ausheben von Gruben und Gräben für Entwässerungsanlagen, Kanal- und Rohrleitungen zu beachten sind. Frank Kaiser mag seinen Beruf. Er arbeitet gerne an der frischen Luft. Ständig wechselnde Arbeitsstandorte und vielseitige Aufgaben bieten Abwechslung. Mittlerweile ist er mit seiner Fräse am Ende des Bauabschnitts angekommen – Zeit zum Umsteigen in den Bagger. Das abgefräste Material muss als nächstes zur Deponie.
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