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Shell Eco-marathon 2007

Kleiner Verbrauch, großer Triumph

25.06.07 - Mit einem Liter Kraftstoff möglichst weit kommen und dabei so wenig Schadstoffe wie möglich ausstoßen. Die Grundregel des Shell Eco-marathons ist recht einfach. Bereits zum 23. Mal fand der Shell Eco-marathon in diesem Jahr statt. Vom 11. bis 13. Mai 2007 hatten 262 Teams von Universitäten und Fachhochschulen aus 20 Ländern ermittelt, wer die besten Lösungen zum Spritsparen hat. Unter den Teilnehmern waren in diesem Jahr auch acht Mannschaften aus Deutschland, nämlich von Schulen und Hochschulen aus Chemnitz, Merseburg, Offenbach, Offenburg, Rosenfeld, Ruppin, Stralsund und Trier.

Der aktuelle Eco-marathon-Weitenrekord liegt bei 3.836 Kilometern mit nur einem Liter Benzin. Dies entspricht der Strecke von Berlin nach Moskau und zurück bei einem Verbrauch von nur 0,026 Litern pro 100 km. In diesem Jahr wurde der Rekord – auch durch die äußeren Umstände – bei Weitem nicht erreicht. Aber die deutschen Teams überzeugten in allen Wertungskategorien.

Die Mannschaften der Hochschule Offenburg und der TU Chemnitz die Podiumsplätze 2 und 3. Mit 2.716 bzw. 2.552 km/Liter lagen sie knapp hinter dem Team der Polytechnischen Schule aus Nantes, das 2.797 Kilometer mit einem Liter Benzin erreichte. In der Kategorie der wasserstoffbetriebenen Prototypen kam die FH Trier mit 1.800 km/Liter auf einen respektablen 5. Platz. In der Solar-Klasse belegte das Oberstufenzentrum Neuruppin, das zum ersten Mal mit ihrem „Ruppin-Jet“ an den Start ging, hinter dem französischen Team aus Arles, den zweiten Platz. In der Urban Concept Kategorie belegte die Iselinschule aus Rosenfeld auf Anhieb den 7. Platz (198 km/Liter) und verpasste das selbst gesteckte Ziel (200 Kilometer) nur knapp.

Windschnittig
Zum Weitenerfolg tragen nicht nur ein optimierter Motor, ein aerodynamisches Fahrzeugdesign und ein extrem niedriges Fahrzeuggewicht bei. Auch der Fahrer spielt eine wichtige Rolle. Er muss den Kurs und den Wirkungsgrad seines Antriebs gut kennen, um zu wissen, wo er beschleunigen muss und wo er dann den Motor wieder abstellen kann.

Sieben Runden (ingesamt gut 25 km) werden auf der Teststrecke mit einer minimalen mittleren Geschwindigkeit von 30 km/h zurückgelegt. D.h. die Teams müssen nach maximal 50 Minuten und 34 Sekunden wieder im Ziel sein. Dann wird hochgerechnet und umgerechnet auf einen Liter Benzin, wie weit das jeweilige Fahrzeug damit gekommen wäre. „Die Tanks der Fahrzeuge fassen oft nur ein paar Milliliter. Die sind nicht größer als Shampoofläschchen in Hotels“, erklärt Dr. Karsten Wilbrandt von Shell. Kein Fahrer muss also fahren, bis tatsächlich der letzte Tropfen verbraucht ist. Wie im Straßenverkehr gilt es vielmehr auch für die Fahrer beim Eco-marathon, cool und gelassen zu bleiben
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